Anne Grey (1907–1987) war eine britische Schauspielerin, deren Karriere exemplarisch für die elegante, oft unterschätzte zweite Reihe des Vorkriegsfilms steht. Sie begann Ende der 1920er-Jahre im britischen Kino, häufig als kultivierte junge Frau aus guter Gesellschaft, mit klarer Diktion und einer Mischung aus Zurückhaltung und Wachheit. Ihre Filmografie umfasst britische und französische Produktionen, in denen sie weniger als Starfigur, sondern als verlässliche Charakterdarstellerin auffiel – immer präzise, nie manieriert. Man spürt in ihren Auftritten das Selbstverständnis einer Schauspielerin, die das Handwerk ernster nahm als die Pose.
Nora Brant
Nora Brant ist in Number Seventeen die vermeintlich taubstumme junge Frau, die zusammen mit dem Gauner Brant im verlassenen Haus Nummer 17 auftaucht. Ihre angebliche Sprachlosigkeit macht sie zunächst zur passiven Beobachterin zwischen Dieben, falschen Detectives und verirrten Unbeteiligten. Später bricht sie das Schweigen, entpuppt sich als rede- und handlungsfähig und wird zur aktiven Komplizin in den turbulenten Ereignissen rund um den gestohlenen Halsreif und die Zugsequenz.