Clare Greet (1871–1939) war eine britische Bühnenschauspielerin, die im Kino zur leisen, aber allgegenwärtigen Begleiterin von Hitchcocks Frühwerk wurde. Sie entstammte einer Theaterfamilie, arbeitete unter anderem im Ensemble ihres Vaters John Greet und wechselte in den 1910er- und 1920er-Jahren zunehmend vor die Kamera. Ihr Typus: bodenständige Frauen aus einfachen Verhältnissen – Wirtinnen, Nachbarinnen, Dienstbotinnen –, die eine Szene mit wenigen Gesten glaubwürdig machen.
Mrs. Peabody
In Number 13 (1922) ist «Mrs. Peabody» nicht eine klar ausgearbeitete Figur, sondern der (Arbeits‑)Titel des Projekts und zugleich die anvisierte Hauptrolle. Der Film – Hitchcocks erstes Regievorhaben – sollte in einem von der Peabody Trust finanzierten Mietshaus spielen, mit einer armen Hausbewohnerin Mrs. Peabody (Clare Greet) und ihrem Ehemann (Ernest Thesiger) im Zentrum des Geschehens. Da die Produktion nach wenigen gedrehten Szenen aus Geldmangel abgebrochen und nie veröffentlicht wurde, sind weder eine gesicherte Handlung noch eine detaillierte Charakterisierung von Mrs. Peabody über kurze Archivnotizen hinaus erhalten.