Plot
«An Elastic Affair» ist eine rund zehnminütige Kurzkomödie von 1930, die Alfred Hitchcock im Auftrag der britischen Filmzeitschrift «Film Weekly» inszenierte. Im Zentrum stehen «der Junge» (Cyril Butcher) und «das Mädchen» (Aileen Despard), die als Gewinner eines von der Zeitschrift ausgeschriebenen Nachwuchswettbewerbs einen Filmauftritt erhielten.
Inhaltlich handelte es sich um einen leichten Sketch, der die beiden in einer romantisch‑komischen Situation zeigen sollte; Details zur Handlung sind heute nicht gesichert, weil der Film als verschollen gilt. Sicher ist lediglich, dass die Kurzkomödie eigens für eine Galavorführung im London Palladium produziert wurde, bei der die beiden Gewinner öffentlich geehrt und mit Studioverträgen bei British International Pictures bedacht wurden. «An Elastic Affair» war damit weniger als eigenständiges Werk gedacht, sondern als Schaufenster für neue Talente und als PR‑Projekt für Studio und Zeitschrift.
Cameo
Ob Hitchcock in «An Elastic Affair» einen Cameo‑Auftritt hatte, ist nicht überliefert. In den wenigen erhaltenen Quellen wird er ausschliesslich als Regisseur genannt; konkrete Hinweise auf einen sichtbaren Auftritt vor der Kamera wie in vielen seiner Spielfilme gibt es nicht.
Production Facts
-
Der Film wurde als Preis für einen «Film Weekly»‑Schauspielwettbewerb produziert; Butcher und Despard spielten die Hauptrollen, nachdem sie sich gegen Hunderte Bewerber durchgesetzt hatten.
-
«An Elastic Affair» wurde 1930 im Umfeld von British International Pictures realisiert und am 19. Januar 1930 im London Palladium im Rahmen einer Preisverleihung uraufgeführt.
-
Beide Gewinner erhielten im Anschluss an die Vorführung Studioverträge mit Produzent John Maxwell, dem Kopf von British International Pictures.
Fun Facts
-
«An Elastic Affair» zählt zu den sogenannten «lost films» – es ist keine bekannte Kopie erhalten, sodass der Film nur über Pressenotizen und Erinnerungen rekonstruiert werden kann.
-
Die Produktion diente Hitchcock auch als Gelegenheit, sich gegenüber der Branche als flexibler Regisseur zu präsentieren, der neben Krimis und Melodramen auch leichte Comedy beherrscht.
-
In zeitgenössischen Ankündigungen wurde hervorgehoben, dass Zuschauer den «Stars von morgen» beim ersten Leinwandauftritt zusehen könnten – ein früher Vorläufer moderner Casting‑Shows, nur im Kinoformat.
Pannen & Patzer
Da der Film verschollen ist, lassen sich konkrete Regie‑ oder Continuity‑Fehler nicht nachweisen. Aus Kontext und Produktionsbedingungen lassen sich aber drei plausible «Schwachstellen» ableiten, die bei einer Low‑Budget‑Kurzproduktion dieser Zeit typisch gewesen sein dürften:
- Die beiden Hauptdarsteller waren komplette Anfänger, sodass man mit etwas hölzernem Spiel und gelegentlich unnatürlichen Pausen zwischen den Dialogzeilen rechnen muss.
- Als reine Schaukastenproduktion für eine Gala dürfte der Film eher schlicht ausgeleuchtet und inszeniert gewesen sein, mit teils statischen Kameraeinstellungen, die improvisierte Momente nicht immer elegant auffangen.
- Da der Kurzfilm vor allem als einmaliger Event‑Beitrag konzipiert war, ist es gut möglich, dass kleinere Anschlussfehler oder Tonunebenheiten in der Endfassung verblieben, weil ein aufwendiger Feinschliff wirtschaftlich nicht lohnte.
1930
19. Januar 1930
10 Minuten